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Ihre Fragen an das Projektteam

Der Bau von neuen Bahntrassen wirft vor Ort naturgemäß viele Fragen auf. Mit diesem digitalen Infomarkt wollen wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Planungsstand verschaffen. Trotzdem werden Fragen offenbleiben – diese können Sie direkt an uns stellen. Nutzen Sie dafür unser Fragefeld. Wir antworten Ihnen dann persönlich.

Dieter Müller, Projektabschnittsleiter Grafing–Ostermünchen

Ich antworte Ihnen gerne!

Ihre Frage an mich

Einige Fragen kriegen wir häufiger gestellt. Unsere Antworten haben wir an dieser Stelle aufgelistet. Die Fragen und Antworten zu den jeweiligen Themen finden Sie auch auf der entsprechenden Themeninsel.

Warum ist das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf notwendig?

Bereits heute ist zu sehen, dass die Autobahnen im Inntal überfüllt sind und kaum noch Kapazitäten haben. Der Brenner ist die am stärksten belastete alpenquerende Verkehrsachse. Die Verkehrsentwicklung an der Brennerachse zeigt klar, dass der Verkehr insgesamt ansteigt. Diesen gilt es, klimafreundlich auf der Schiene abzuwickeln.

Mit der Eröffnung des Brenner-Basistunnels ist von einem starken Anstieg im Schienengüterverkehr auszugehen. Zwischen München und Verona steht langfristig eine durchgängige Flachbahn zur Verfügung. Das heißt: Wegen geringer Steigungen können längere Züge mit nur einer statt bisher drei Lokomotiven fahren. Dadurch wird der Güterverkehr auf der Schiene für die Spediteure noch attraktiver. Gleichzeitig soll der Personennahverkehr in der Region gestärkt werden. Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ist zwingend notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Mit dem Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf schaffen wir die langfristig benötigten Kapazitäten.

Welchen Nutzen bringt das Projekt?

Die Bahn leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Eine Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene ist zwingend notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Ausreichende Kapazitäten sind die Voraussetzung, um LKW-Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Gleichzeitig ermöglicht das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf mehr Nahverkehr. Die Region profitiert von pünktlicheren Verbindungen zwischen München und dem Inntal. Im Fernverkehr helfen schnelle Verbindungen, Reiseverkehr von der überlastete Brennerautobahn auf die Bahn zu verlagern.

Welche Vorgaben macht der Bund für dieses Projekt?

Das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf ist im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 verankert. Gesetzeskraft erhalten die Inhalte des BVWP durch die Überführung in das Bundesschienenwegeausbaugesetz, das vom Deutschen Bundestag beschlossen wird.

Die DB Netz AG übernimmt im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die Planung und Umsetzung der Schienenprojekte. Der Brenner-Nordzulauf ist unter dem Maßnahmetitel „ABS/NBS München – Rosenheim – Kiefersfelden – Grenze D/A (– Kufstein)“ im vordringlichen Bedarf des BVWP verankert.

Der Bund sieht für den Abschnitt Trudering–Grafing eine Blockverdichtung vor. Für die Abschnitte Grafing–Großkarolinenfeld–südlich Rosenheim–Kufstein hat die Bahn den Auftrag, eine Neubaustrecke zu planen.

Ist der Brenner-Nordzulauf mit dem Deutschland-Takt vereinbar?

Der Bund plant mit dem Deutschland-Takt ein bundesweit abgestimmtes Taktangebot im Schienenpersonenfernverkehr zu schaffen. Mit deutschlandweit konsequent aufeinander abgestimmten Anschlüssen werden mehr Reiseverbindungen und kürzere Umsteige- und Reisezeiten möglich. Die Neubaustrecke fördert die Umsetzung des Deutschland-Taktes. Verknüpfungsstellen stellen sicher, dass der Bahnhof Rosenheim weiterhin an den internationalen Fernverkehr angebunden bleibt.

Welche Zugzahlen liegen den Planungen zugrunde?
Der Ausbau des Brenner-Nordzulaufs ist ein langfristiges Projekt. Aktuelle Zugzahlprognosen decken nicht den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme ab. Aus diesem Grund wurde ein Bemessungsfall mit 400 Zügen täglich an der Grenze bei Kiefersfelden definiert. Diese Zahl ist keine Prognose, sondern eine langfristige Dimensionierungsgröße für das Trassenauswahlverfahren. Grundlage der Parlamentarischen Befassung und späterer Genehmigungsverfahren ist nicht der Bemessungsfall, sondern die dann jeweils vorliegenden Prognosen des Bundes.