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Das Projekt

Von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene – vor Ort und in Europa

Der Brenner-Nordzulauf: Herz eines europäischen Projektes

Zwischen Innsbruck und Franzensfeste entsteht derzeit eines der wichtigsten Verkehrsprojekte Europas: Der Brenner-Basistunnel. Er ist das Herzstück des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors zwischen Finnland und Malta: Die Verbindung soll den Güter- und Personenverkehr in Europa umweltfreundlich gestalten. Mehr Gütertransport auf der Schiene und schnellere Verbindungen für Mensch und Waren leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Im Einzugsbereich des Skandinavien-Mittelmeer Korridors leben rund 77 Millionen Menschen. Unterschiedliche Projekte für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur machen die Verbindung zukunftsfähig.

Die Brennerachse ist Teil des Korridors. Der Ausbau der Bahnstrecken zwischen München und Verona beseitigt einen Flaschenhals im alpenquerenden Schienenverkehr.

Gemeinsames Ziel, einheitliche Projektgrundlagen

Der Weg über das Inntal und den Brenner ist schon heute eine wichtige Verkehrsachse. Die Verlagerung von Transporten auf die Schiene ist zwingend notwendig. Fast 2,8 Millionen LKW-Transitfahrten rollten 2019 über die Brennerautobahn. Hintereinanderfahrend ist das eine Schlange, die sich mehr als einmal um den Äquator erstreckt.

Der Brenner-Basistunnel wird den Verkehr verändern. Nach der Eröffnung ist von einem starken Anstieg im Schienengüterverkehr auszugehen. Geringe Steigungen ermöglichen schnellere und attraktivere Verbindungen. Das hat Auswirkungen auf die Zulaufstrecken.

Die Planungen für den Brenner-Nordzulauf führen die DB und die ÖBB im Auftrag der jeweiligen Verkehrsministerien durch. In Deutschland überprüft der Bund regelmäßig, auf welchen Verkehrswegen Engpässe zu erwarten sind. In Österreich ist das Vorhaben im sogenannten Rahmenplan verankert. Am Nordzulauf sollen zwei neue Gleise gebaut werden, um die langfristig notwendigen Kapazitäten zu sichern.

Einheitliche technische Standards sichern einen reibungslosen Betrieb auf der ganzen Brennerachse:

zweigleisig elektrifiziert
tauglich für Mischverkehr (Personen- und Güterzüge)
ausgelegt für eine maximale Geschwindigkeit von 230 km/h
Längsneigung maximal 12,5 ‰
ETCS als digitales Zugsicherungssystem

Entlastung und Raum für Entwicklung: Die Vorteile für die Region

  • Kapazität für mehr Nahverkehr: Mit der Neubaustrecke entlasten wir die bestehenden Gleise. Das schafft Platz für mehr Verbindungen und pünktliche Züge.
  • Entlastung der Straßen: Der zunehmende internationale Güterverkehr kann auf die Schiene verlagert werden und entlastet dadurch Landstraßen, Ortsdurchfahrten und die Autobahn.
  • Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz: Nur mit ausreichenden Kapazitäten lässt sich Straßenverkehr auf die Schiene verlagern. Das ist zwingend notwendig, um die Klimaziele zu erreichen.
  • Neue Angebote im Fernverkehr: Kürzere Fahrzeiten ermöglichen neue Angebote im Personenverkehr. Attraktive Verbindungen helfen, Reiseverkehr von der überlasteten Brennerautobahn auf die Bahn zu verlagern.

Transparenter Dialog mit der Region

Der Dialog mit der Bevölkerung, der Politik und allen gesellschaftlichen Gruppen ist uns wichtig. Lokales Wissen bereichert und verbessert die Planung.

Seit Anfang an binden wir die Öffentlichkeit in unsere Arbeit ein. 155 Repräsentant:innen aus der Region sind in Dialogforen vertreten. Wir haben alle Planungsschritte erklärt und diskutiert. Die Arbeit der Foren erfolgte transparent: Alle Unterlagen, Präsentationen und Protokolle sind öffentlich einsehbar.

In den Foren entstand ein gemeinsamer Kriterienkatalog. Mit ihm haben wir die Trassenvarianten bewertet. Der Kriterienkatalog berücksichtigt sowohl technische Belange als auch Schutz von Mensch und Umwelt. Bei vielen Informationsveranstaltungen haben wir mit den Menschen vor Ort Gespräche geführt und ihre Rückmeldungen aufgenommen. Vier von fünf Trassen – darunter auch die Auswahltrasse – enthalten Vorschläge aus der Region.

Auch bei den kommenden Schritten werden wir Vertreter:innen aus der Region einbeziehen.

Diskussion im Gemeindeforum, DB Netz AG

Wie geht es weiter?

Die Auswahltrasse, die wir nun ausgewählt haben, verläuft zwischen Schaftenau und Ostermünchen. Auf der Themeninsel „Die Trasse“ erfahren Sie, wie es in der Planung weitergeht.

Unser Projekt endet nicht in Ostermünchen. Nordwestlich davon wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen. Hier haben wir im vergangenen Herbst mit der Planung begonnen.

Häufig gestellte Fragen

Lebende FAQ – Stellen Sie Fragen ein. Häufig gestellte Fragen und Antworten zu diesem Thema werden wir hier veröffentlichen.

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