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Die Auswahltrasse Limone

Durch objektive Methode ermittelt: Limone liegt deutlich vorn

Die Auswahltrasse für den Planungsraum Grafing–Ostermünchen steht fest – und damit erstmals der gesamte Verlauf des Brenner-Nordzulaufs von München bis zum Brenner-Basistunnel. Die Auswahl erfolgte objektiv anhand der Kriterien aus dem Kriterienkatalog. Das Ergebnis: Die Variante Limone erzielt die meisten Bewertungspunkte in den Bereichen Raum und Umwelt sowie Verkehr und Technik. Die Auswahltrasse weist darüber hinaus die meisten Übereinstimmungen mit den Bürgervorschlägen auf, die im Sommer 2021 ihre Ideen zum Streckenverlauf eingebracht haben.

 

Die Vorteile auf einen Blick

  • Meiste Bewertungspunkte im Fachbereich Raum und Umwelt
  • Meiste Bewertungspunkte im Fachbereich Verkehr und Technik
  • Beste Zielerfüllung bei Lärm und Erschütterungen
  • Erhalt aller geschlossenen Siedlungsgebiete und aller Wohneinheiten
  • Schonung des Landschaftsbilds und weniger Schall durch Tunnel und Einschnitte
  • Entlastung der Bestandsstrecke
  • Größte Übereinstimmungen mit Bürgervorschlägen

Die verträglichste Lösung für die Menschen in der Region

Das Thema Lärm und Erschütterungen beschäftigt die Menschen sehr. Genau bei diesen Themen erzielt die Auswahltrasse Limone die beste Bewertung.

Gleichzeitig entlasten wir die siedlungsnahe Bestandsstrecke vom Güterverkehr. Die meisten Güterzüge fahren künftig auf der neuen Strecke außerhalb der großen Ortschaften. Für den Nahverkehr werden neue Kapazitäten frei.

 

Auszug aus dem Kriterienkatalog.
  Trasse
Limone
Trasse
Orange
Trasse
Rot
Trasse
Pink
Trasse
Türkis
Lärm* 4 4 3 2 1
Erschüt­terungen 5 3 4 4 1
 
*
Die mit einem Stern markierten Teilkriterien sind Leitkriterien. Sie werden bei der Wertsynthese, also der Zusammenfassung der Werte der Teilkriterien zum Wert des Hauptkriteriums, stärker berücksichtigt.

15,7 Kilometer von Ostermünchen zum Grafinger Bahnhof

Wie verläuft die Strecke konkret? Von Süden kommend beginnt die Bahnstrecke an der Verknüpfungsstelle Ostermünchen. Bis Ametsbichl verläuft sie nahe an der Bestandsstrecke und schwenkt anschließend auf eine 990 Meter lange Brücke westlich ab. Bei Niclasreuth liegt sie in einem Einschnitt. Anschließend verläuft sie über eine 130 Meter lange Brücke weiter Richtung Dorfen. Auf Höhe von Lorenzenberg beginnt der Salachtunnel. Er ist etwa 1,57 Kilometer lang und verläuft zwischen Obereichhofen und Pfadendorf. Auf Höhe des Siedlungsgebietes von Hamberg taucht die Bahnstrecke wieder an die Oberfläche auf. Bis zum Gewerbegebiet Schammach verläuft sie als freie Strecke. Dann wird die Neubaustecke an die Bestandsstrecke angebunden.

Mit der Auswahltrasse werden die Belastungen für die Menschen möglichst gering gehalten. Wir durchfahren weder geschlossene Siedlungsstrukturen noch greifen wir in existierende Wohnbebauung ein. Tunnel und Einschnitte schonen darüber hinaus das Landschaftsbild. Die Strecke liegt über weite Abschnitte niedriger als das Gelände und ist aus Fußgängerperspektive nicht sichtbar. An der Bestandsstrecke selbst bauen wir Potenziale für den Nahverkehr auf, Lärmemissionen dagegen ab.

Ein weiterer Vorteil: Während der Bauzeit sind die Auswirkungen der Baustelle verhältnismäßig gering. Die Region bleibt in der Bauphase an den Nahverkehr angebunden.

 

Streckenlänge
Salachtunnel
Filzenbrücke
Eisenbahn­überführung Langkofen
Fertigstellung
15,7 Kilometer 1,57 Kilometer 990 Meter 130 Meter 2040

Start und Ziel des Planungsabschnitts

In regelmäßigen Abständen verbinden Verknüpfungsstellen die Neubaustrecke mit der Bestandsstrecke. Sie sorgen so für einen leistungsfähigen und flexiblen Betrieb. Züge können die Gleise wechseln und so alle Bahnhöfe erreichen.

In Ostermünchen entsteht eine solche Verknüpfungsstelle. Die exakte Lage und Ausgestaltung wird im Rahmen der Vorplanung geprüft.

Die neue Bahnstrecke wird an die Bestandsstrecke angebunden. Dafür ist eine höhenfreie Kreuzung der Gleise in Form eines sogenannten Überwerfungsbauwerks notwendig.

Das Überwerfungsbauwerk ermöglicht, dass Züge von einer Strecke auf die andere wechseln, ohne sich gegenseitig zu blockieren. Dadurch entsteht ein leistungsfähiges Gleissystem.

Alle Pläne auf einen Klick: Die interaktive Karte

Uns ist wichtig, dass Sie die Planungen nachvollziehen können. Auf der interaktiven Karte haben wir die bisherigen Schritte der Planung transparent abgebildet. Per Klick auf die Buttons am unteren Bildrand können Sie die Entwicklung seit Projektstart nachverfolgen. Die technischen Planunterlagen für die Variante Limone können Sie mit der Schaltfläche „Lagepläne und Längenschnitte“ abrufen. Klicken Sie sich durch die Karte und verschaffen Sie sich einen detaillierten Einblick in die Planungen.