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Die nächsten Schritte

Die Planung geht weiter – fachlich und transparent

Wie geht es weiter?

Die ersten Schritte sind getan. Wir haben den Raum zwischen Grafing und Ostermünchen untersucht, Bürgervorschläge bewertet und vier Grobtrassen ermittelt. Bis zur Fertigstellung der Neubaustrecke ist es noch ein langer Weg. Im nächsten Schritt untersuchen, bewerten und vergleichen wir die Grobtrassen. So ermitteln wir im Jahr 2022 die Auswahltrasse. Darauf folgen weitere Planungsphasen, in denen wir weiterhin transparent informieren und Möglichkeiten zur Beteiligung der Öffentlichkeit bieten.

Vertiefte Planung

Die Grobtrassen werden jetzt genauer betrachtet. Das Planungsteam entwickelt aus den Grobtrassen eine detailliertere Trassierung sowie erste Bauwerkspläne für Tunnel und größere Brücken. So entsteht aus einer Linie auf der Karte eine Trasse im dreidimensionalen Raum.

Bewertung

In einer Planungswerkstatt haben wir mit den Mitgliedern des Dialogforums einen Kriterienkatalog erarbeitet. Darin finden sich – neben gesetzlichen und verkehrlichen Anforderungen – die Kriterien, die für die Region wichtig sind. Ziel ist, die Auswirkungen der Trasse auf Mensch, Natur und Umwelt zu minimieren. Am Ende der vertieften Planung bewertet das Planungsteam die Grob­trassen anhand der Kriterien des Kriterien­katalogs. Je höher die Zahl der Bewertungs­punkte, desto besser schneidet die Trasse im Vergleich zu den anderen ab. Auch eine erste Kostenschätzung sowie die ermittelten Realisierungs- und Genehmigungs­risiken fließen in die Bewertung ein.

Auswahltrasse

Die Bewertungspunkte werden verglichen und erste Kosten­schätzungen erstellt. Anschließend werden für jede Grobtrasse die Bewertungs­punkte und Kosten in Relation gesetzt. Auf dieser Grundlage ergibt sich die Auswahl­trasse. Alle Ergebnisse stellen wir der Öffentlichkeit vor.

Vorplanung

Steht die Auswahltrasse fest, beginnt die Vorplanung. Dabei werden die Pläne der Auswahl­trasse weiter konkretisiert und optimiert. Das Ziel: Die Grob­trasse erhält einen genauen Strecken­verlauf. Außerdem verfeinern wir die Kosten­schätzung.

Parlamentarische Befassung

Der Deutsche Bundestag entscheidet, ob das Projekt weiter finanziert und umgesetzt werden soll. Die Abgeordneten erhalten alle Informationen der Planung. Der Bericht enthält auch Informationen zu den wesentlichen Forderungen der Bürger:innen in der Region. Auf dieser Grundlage trifft der Deutsche Bundestag eine Entscheidung.

Planfeststellung

Nach der Parlamentarischen Befassung folgen weitere Planungsphasen. Auch Schienentrassen brauchen eine Baugenehmigung. Die Bahn reicht die sogenannten „Planfeststellungsunterlagen“ beim Eisenbahnbundesamt ein – das ist die unabhängige Genehmigungsbehörde. Dort werden alle Unterlagen gesichtet und bewertet. Stellungnahmen bei Behörden, Organisationen, Bürgerinnen und Bürger werden eingeholt und bei der Entscheidung der Behörde berücksichtigt. Liegt der Planfeststellungsbeschluss vor, darf die Trasse gebaut werden.

Bau

Die Bauleistungen werden ausgeschrieben. Dann erfolgt der erste Spatenstich. Auch während der Bauphase bleiben wir im Dialog. Ende der 2030er-Jahre rollen dann die ersten Züge über den Brenner-Nordzulauf – schnell, pünktlich und klimafreundlich.

Wir bleiben im Dialog mit Ihnen

Vielen Dank, dass Sie unseren digitalen Infomarkt besucht haben. Wir hoffen, dass Sie unsere Planungen nachvollziehen konnten und wissen, wie es jetzt weitergeht. Über das rote Fragefeld haben Sie die Möglichkeit, offen gebliebene Fragen an uns zu richten – wir antworten Ihnen dann direkt. Außerdem können Sie sich jederzeit per Mail an uns wenden unter info@brennernordzulauf.eu.

Sie fragen – wir antworten

Sie haben Fragen oder Hinweise zum Projekt oder möchten einzelne Aspekte gerne vertieft erklärt bekommen? Leiten Sie diese über das Fragemodul an uns weiter. Wir antworten Ihnen schriftlich auf jede Nachricht.

Dieter Müller, Projektabschnittsleiter Grafing–Ostermünchen

Ich antworte Ihnen gerne!

Ihre Frage an mich

Die wichtigsten Antworten zum Thema finden Sie hier:

Wie werden die Trassen bewertet?

Planung und Dialog sind beim Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf eng miteinander verknüpft. Noch vor Beginn der Planung entwickeln die Dialogforen ein Beurteilungssystem. In einem Katalog legen sie Kriterien und messbare Indikatoren fest. Diese zeigen die Erwartungen der Region an die Planung. Daneben finden technische Anforderungen Eingang in den Katalog. Der Kriterienkatalog dient als objektive Bewertungsgrundlage für die Trassenvarianten.

Siehe auch: Planungsablauf

Wie kommen wir von vier Grobtrassen zu einer Auswahltrasse?

Ganz am Ende vergleicht das Planungsteam die im Detail geplanten Varianten anhand des zu Beginn abgestimmten Kriterienkatalogs. Dabei fließen die Kriterien der Fachbereiche Raum und Umwelt sowie Verkehr und Technik, die ermittelten Realisierungs- und Genehmigungsrisiken und eine erste Kostenschätzung mit ein. Auf dieser Grundlage ergibt sich der insgesamt beste Trassenverlauf der Neubaustrecke unter Berücksichtigung von Mensch, Natur und Wirtschaftlichkeit.

Wann ist das Projekt fertig?

Das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf befindet sich in einer sehr frühen Phase. Ein detaillierter Zeitplan wird erst im Laufe späterer Planungsphasen ausgearbeitet. Mit einer Inbetriebnahme des Gesamtprojekts ist frühestens 2040 zu rechnen.