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Die Trasse

Lange Tunnelstrecken schonen die Umwelt

Rekordbauwerke: Die Tunnel der neuen Strecke

Die Auswahltrasse für den Brenner-Nordzulauf ist gefunden: Variante „Violett" geht in die nächste Planungsphase. Sie hat den höchsten Tunnelanteil: Etwa 60 Prozent der Strecke verlaufen unterirdisch. Das schont das Landschaftsbild, die Ortslagen und die Natur.

Die Trasse verläuft zwischen Ostermünchen und Schaftenau. Auf der 54 Kilometer langen Strecke liegen drei lange Tunnelabschnitte.

Der 13 Kilometer lange Tunnel Laiming verläuft zwischen Schaftenau und Niederaudorf. Er unterquert die deutsch-österreichische Staatsgrenze bei Kiefersfelden.

Der Tunnel Steinkirchen beginnt vor der Inntalautobahn A94, unterquert den Inn und endet kurz nach der Autobahn A8. Er ist ebenfalls fast 13 Kilometer lang. Die Unterquerung des Flusses ist ein Ergebnis des Dialogs. Mehrere Bürger:innen brachten den Vorschlag in einem der Beteiligungsforen ein. Derzeit gibt es in Deutschland keinen längeren Tunnel. Auch nach ihrer Fertigstellung werden beide Bauwerke zu den längsten unterirdischen Verkehrsverbindungen der Bundesrepublik zählen.

Darüber hinaus ist der Tunnel Ringelfeld Teil der Auswahltrasse. Er ist 5,5 Kilometer lang und beginnt südlich von Eitzing. Der Tunnel unterquert das Gemeindegebiet von Stephanskirchen und führt in Richtung Innleiten. Hier kommt die Strecke an die Oberfläche und führt weiter nach Ostermünchen.

In einer alternativen Variante bleibt die Strecke nach der Unterquerung der Autobahn A 8 unter der Erde und verläuft etwas weiter westlich im Tunnel. Bei dieser Variante sind die Tunnel Steinkirchen und Ringelfeld verbunden.

Mehr zum Thema Tunnelbau erfahren Sie auf der gleichnamigen Themeninsel.

Verknüpfungsstellen

Zwischen München und Verona sind in regelmäßigen Abständen Verknüpfungsstellen vorgesehen. Diese verbinden Neubauabschnitte mit der bestehenden Bahnstrecke. Züge können an der Verknüpfungsstelle zwischen der neuen und der bestehenden Strecke wechseln. So erreichen sie z.B. alle bestehenden Bahnhöfe und Terminals. Verknüpfungsstellen ermöglichen einen modernen, leistungsfähigen und flexiblen Betrieb. Darüber hinaus sichern sie den Anschluss Rosenheims an den Fernverkehr.

Die Verknüpfungsstelle Niederaudorf-BAB entsteht direkt neben der Autobahn. Hierfür verlegen wir die bestehende Strecke auf einer Länge von etwa fünf Kilometern. Die Bahnhöfe im Inntal bleiben an ihren heutigen Standorten.

Bei Ostermünchen entsteht eine weitere Verknüpfungsstelle. In diesem Bereich verlegen wir die bestehende Strecke sowie den Bahnhof. Die Verknüpfungsstelle Ostermünchen beinhaltet das bereits heute bestehende Überholgleis sowie die Bahnsteige für den neuen Bahnhof.

Visualisierung: Die Strecke im Video

Bilder sagen mehr als Pläne. Deshalb haben wir den künftigen Streckenverlauf schon lange vor dem Bau visuell dargestellt. Die gezeigte Animation entspricht einem sehr frühen Planungsstand nach der Trassenauswahl. Der Endzustand kann sich im Rahmen der künftigen Planungsphasen ändern.

Alle Pläne auf einen Klick: Die interaktive Karte

Bei unserer Arbeit ist uns Transparenz wichtig: Diese interaktive Karte bildet daher alle bisherigen Schritte der Planung ab. Per Klick auf die Buttons am unteren Bildrand können Sie die Entwicklung seit Projektstart nachverfolgen. Die technischen Planunterlagen für die Variante Violett können Sie mit der Schaltfläche „Lagepläne und Längenschnitte“ abrufen. Klicken Sie sich durch Karte und verschaffen Sie sich einen detaillierten Einblick in die Planungen!

Der erste von vielen Schritten ist getan

Die Trassenauswahl ist nur ein erster Schritt im Planungsprozess zum Brenner-Nordzulauf: Bis zum Baubeginn sind noch viele Phasen zu absolvieren. In Deutschland geht die Variante „Violett“ zunächst in die Vorplanung. Auf österreichischer Seite folgen die Planungen zur Umweltverträglichkeitserklärung. In dieser Phase untersuchen wir weitere Verbesserungen und detaillieren die Planungen. Dabei betrachten die Planer:innen auch die Maßgaben aus dem Raumordnungsverfahren. Deshalb können noch Änderungen an der vorliegenden Trasse nötig werden. Auch in den nächsten Phasen werden wir den Dialog mit den Menschen in der Region suchen.

Das Ergebnis übermitteln die Bahnen zur Beschlussfassung an die Politik. In Deutschland entscheidet der Bundestag in einer parlamentarischen Befassung, wie das Projekt weiterzuführen ist. Darauf folgen die weiteren Planungsphasen, an deren Ende die Baugenehmigung steht. Erst dann kann mit dem Bau begonnen werden. Ziel ist, die neue Strecke bis 2038 fertigzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Lebende FAQ – Stellen Sie Fragen ein. Häufig gestellte Fragen und Antworten zu diesem Thema werden wir hier veröffentlichen.

Wie werden die Tunnel gebaut?
Die Planungen befinden sich noch in einer sehr frühen Phase. Daher sind konkrete Aussagen zum Ablauf der Bauarbeiten und zur Baustellenlogistik noch nicht möglich. Konzepte hierfür werden erst in den weiteren Planungsphasen erarbeitet. Klar ist, dass der Großteil der Tunnel maschinell, also untertage, gebaut wird. Das gilt insbesondere für Untertunnelungen von Siedlungsbereichen. Weitere Informationen finden Sie auf der Themeninsel „Tunnelbau“.
Wo sind Baustellenflächen geplant?
Auch hier gilt: Konkrete Aussagen zum Ablauf der Bauarbeiten und zur Baustellenlogistik sind aufgrund der frühen Planungsphase noch nicht möglich. Die Konzepte werden im weiteren Planungsverlauf erarbeitet. Grundsätzlich versuchen wir, möglichst flächenschonend zu Arbeiten. Die Baulogistik wird bevorzugt über die Schiene oder hochrangige Straßen abgewickelt.
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