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Schallschutz

Schallschutz – So schützen wir vor Lärm

Strenge Richtlinien sorgen für guten Schallschutz

Bei der Planung neuer Bahntrassen achten wir darauf, die Lebensqualität der Menschen in der Umgebung nicht zu beeinträchtigen. Um den Schallschutz sicherzustellen, gelten in Deutschland und Österreich strenge Richtlinien. Für den Brenner-Nordzulauf in Bayern sind die Grenzwerte der 16. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (16. BImSchV) ausschlaggebend. Diese Grenzwerte sind für die Nacht in Wohngebieten auf 49 Dezibel und in Mischgebieten auf 54 Dezibel festgesetzt. Auch in Österreich erfolgt die Planung nach den Vorgaben von strengen Richtlinien.

Grenzwerte für Deutschland aus der Verkehrslärmschutzverordnung

Zum Vergleich: Schallemissionen von Geräuschen im Alltag

Welche Maßnahmen zum Schallschutz gibt es?

Wie lässt sich die Lärmbelastung durch den Bahnverkehr reduzieren, um die Grenzwerte einzuhalten? Wir beginnen damit direkt an der Schallquelle – an den Fahrzeugen. Der gesamte Güterverkehr der DB nutzt seit Ende 2020 sogenannte Flüsterbremsen. Die Züge des Nah- und Fernverkehrs sind ohnehin mit dieser leisen Bremstechnik unterwegs.

Zusätzlich reduzieren wir die Lärmbelastung durch ortsfeste Schallschutzmaßnahmen. Grundsätzlich lässt sich dabei zwischen aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen unterscheiden. Aktive Lärmschutzmaßnahmen reduzieren den Lärm am Entstehungsort. So bauen wir zum Beispiel Schallschutzwände. Wo der aktive Schallschutz nicht ausreicht, werden passive Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden vorgenommen. Dies geschieht beispielsweise in Form von Schalldämmlüftern und Schallschutzfenstern.

Schallschutzwand in Kiefersfelden, DB Netz AG

Wir denken den Lärmschutz von Beginn an mit

Bei der Planung für den Brenner-Nordzulauf spielte der Schallschutz schon in dieser frühen Phase eine wichtige Rolle: Wir haben die Schallausbreitung entlang der Neubautrasse und den Einsatz von Schallschutzwänden untersucht. Die sogenannten Isophonkarten finden Sie für alle Varianten bei den Planungsunterlagen auf der Projektwebseite. Passive Schallschutzmaßnahmen werden in späteren Planungsphasen betrachtet.

Im Rahmen einer Lärmbetrachtung identifizierten wir in einem ersten Schritt die Bereiche entlang der Trasse, in denen die Schallgrenzwerte ohne Schutzmaßnahmen überschritten würden. Hierfür wird die Schallausbreitung simuliert. Wichtige Grundlagen dabei sind ein 3D-Umgebungsmodell und ein angenommenes Betriebsprogramm.

Im nächsten Schritt haben wir für die als Wohngebiete ausgewiesenen Bereiche Schallschutzwände bemessen und im Modell hinterlegt – zunächst mit einer Höhe von zwei Metern. Anschließend erfolgt erneut die Simulation der Schallausbreitung. In Bereichen, in denen die Grenzwerte noch immer überschritten wurden, intensivierten wir die Schutzmaßnahmen weiter.

Die vorliegenden Planungen sind ein erster Schritt auf Basis eines Betriebsprogramms. In den späteren Planungsphasen werden wir das Thema Schallschutz weiter eingehend betrachten.

Dabei fließen dann aktuelle Verkehrsprognosen ein. In einem späteren Genehmigungsverfahren werden die Schutzmaßnahmen so geplant, dass auf der gesamten Neubaustrecke die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.

Für die Bereiche in Österreich werden die entsprechenden nationalen gesetzlichen Regelungen berücksichtigt.

Häufig gestellte Fragen

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